Der Saturn

Sichtbarkeit

Saturn ist am besten sichtbar in den Wochen um seine Opposition herum zu beobachten, wenn er gegenüber der Sonne und der Erde am nächsten steht und um Mitternacht kulminiert – 2014 ist dies im April, 2015 im Mai.

Neben der Planetenkugel und dem Ringsystem sind auch die 7 grössten Monde sichtbar – diese heissen: Mimas, Enceladus, Tethys, Dione, Rhea, Titan, Lapetus.

Welches sind die besten Okulare zur Beobachtung von Saturn?

Bill Paolini schreibt dazu auf Cloudynights, bezogen auf 6mm Okulare:

On Saturn (…) three eyepieces consistently grouped highest, the ZAO-I, ZAO-II, and TMB Supermono.

Quelle: http://www.cloudynights.com/item.php?item_id=1935

Daniel Mounsey bevorzugt bereits 2004 auf Cloudynights die Televue Plössl für Details auf Saturn und die Edmund RKE am für Saturns Ringstrukturen.

Quelle: http://www.cloudynights.com/documents/planetaryeyepieces.pdf

 

Faintfuzzies.com nennt noch weitere Tipps zur generellen (nicht-saturnspezifischen) Beobachtung wie Augenmuscheln für Planetenokulare, eine Kapuze zur Abschirmung von Streulicht usw.: http://www.faintfuzzies.com/ObservingAids.html

 

Filter

DIe Mehrheit scheint Filter für Saturn abzulehnen, lediglich dem baader moon and sky glow filter bescheinigt man eine gewisse Verbesserung, wenn das Seeing gut ist.

 

Vergrösserung

Saturn lässt sich höher vergrössern als Jupiter.

Testweise am 8″ f/6 Dobson bis zum 3.5mm Okular hochgehen.

 

 

Der Pferdekopfnebel – Barnard 33 / LDN 1630

Der Pferdekopfnebel ist eine 3 Lichtjahre große Dunkelwolke im Sternbild Orion.

Katalogbezeichnungen: Barnard 33 oder LDN 1630

Auffindbar vor dem Emissionsnebel IC 434

https://de.wikipedia.org/wiki/Pferdekopfnebel

 

 

Tipps für Okular- und Filterwahl:

Gute Tipps, wie man den Pferdekopfnebel im Teleskop auch tatsächlich sehen kann:
http://home.ix.netcom.com/~bwilson2/barbarasweb/MEyepiece.htm

  1. H-Beta Filter
    Einen H beta filter verwenden (Lumicon) – dieser lässt nur 8-9 Nanometer durch um 486 Nanometer herum
  2. Okular für AP 5mm verwenden
    Zusammen mit dem Lumicon H beta Filter ein Okular verwenden, mit dem eine Austrittspupille von 5mm erreicht wird – vorausgesetzt ist allerdings ein wirklich sehr dunkler Himmel, also bei f/4.5 ein 22 oder 24mm Okular, bei f/5 ein 25mm Okular, bei f/6 ein 30 oder 32mm Okular, bei f/8 ein 40mm Okular.
  3. Scharfes, reflexionsarmes Okular mit kleinem Gesichtsfeld
    Das Okular sollte ein kleines Gesichtsfeld bieten (z.B. ein Plössl mit max. 50 Grad), damit der helle Stern “Zeta Orionis” ausserhalb des Gesichtsfeld ist und er somit die Dunkeladaption der Augen nicht kaputt macht. Eine gute Dunkeladaption ist Voraussetzung, um den Pferdekopfnebel sehen zu können.
  4. Himmel testen
    Es ist zu testen, ob der Himmel wirklich dunkel und transparent ist. Das geht am besten, wenn man schaut, ob NGC 2024 nahe Zeta Orionis hell und detailliert sichtbar ist – ist das der Fall, dann ist auch der Pferdekopfnebel sichtbar

Intercon Spacetec hingegen macht ein wenig anders gelagerte Aussagen zum Thema:
“ Für kleine Teleskope sollte man einen UHC-Filter verwenden, für größere Öffnungen kommt auch der kontrastreichere H-Beta-Filter in Frage, erfahrungsgemäß stellt sich bei 3,5 bis 4 mm Austrittspupille die beste Wahrnehmung ein.”
(Quelle: http://www.intercon-spacetec.de/sternhimmel/objekte/objekte-winter/objekt-lb33/)

 

 

Offene Frage: Welches Okular ist dann für ein 8″ f/6 Teleskop bzw. generell ein f/6 Teleskop am besten für den Pferdekopfnebel geeignet, in Kombination mit dem Lumicon H beta Filter?

Infrage kämen:

Brandon eyepiece 32 (Ortho, 49°)
http://www.apm-telescopes.de/en/Eyepieces/less-than-58-FoV/Other/Brandon-eyepiece-32-mm-with-eyeguard.html

Takahashi 30mm LE (Erfle, 52°, 5-linser)
http://www.optcorp.com/takahashi-30mm-le-eyepiece-1-25.html

Tele Vue – 32 mm Plössl Okular (Plössl, 50°)
http://www.apm-telescopes.de/de/Okulare/kleiner-58-Gesichtsfeld/Ploessl/Tele-Vue-32-mm-Ploessl-Okular-.html